Sturm's Territorium - Die etwas andere Dinosaurierseite

Reviews




Seriencover

Mosura tai Gojira

Originaltitel

Chaos Theory

Genre

Trickserie

Herstellungsland

USA

Erscheinungsjahr

2024 - 20XX

Regie

Aaron Hammersley

Scott Kreamer

Produzent

Zack Stentz

Staffelbewertung

Staffel 1 - 6/10

Staffel 2 - 5,5/10

Staffel 3 - 5,5/10

Staffel 4 - 4,5/10

Gesamtwertung: - 5/10

Film-Symbol



Liste

Inhalt: Sechs Jahre sind vergangen seit eine Gruppe von Jugendlichen auf Isla Nublar um ihr Überleben kämpfen musste. Der Park ist längst Geschichte und Dinosaurier sind auf der ganzen Welt verstreut. Jetzt finden die glorreichen Sechs des Camp Kreidezeit wieder zusammen, um eine weltweite Verschwörung zu entwirren die sowohl Dinosaurier als auch die Menschheit bedroht, und um endlich die Wahrheit darüber zu erfahren, was einem ihrer Mitglieder widerfahren ist.


Fazit: (Update: 15.12.2025): Die vierte Staffel setzt direkt an der Schlusssequenz der dritten an. Das Team erreicht die Biosyn-Zuflucht. Als Hauptgegner hätte eigentlich Lewis Dodgson auftreten sollen, da Santos am Ende der vorherigen Staffel in den Knast wanderte. Allerdings spielt Dodgson in der Handlung eine sehr geringere Rolle, als man erwarten würde. Dabei sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass die Geschichte nahezu parallel zu "Jurassic World: Dominion" verläuft. Aus diesem Grund durfte sich Dodgson auch gar nicht zu lange mit den Kiddies aufhalten. Die eigentliche Handlung der 4. Staffel beschränkte sich also nur darauf, das Ankylosaurus Baby zu seiner Mutter zu bringen und nebenbei das ominöse "Theropod Axis Programm" zu Fall zu bringen, dem korrupten Projekt, welches unter anderem Santos' Atrociraptoren zu einer Waffe machte.

Ich finde, dass die Serie es ziemlich gut schafft, "Dominion" aufzuwerten, ohne einen Bruch in der Kontinuität zu erzeugen. In Staffel drei gab es hin und wieder ein paar Merkwürdigkeiten, die nicht richtig ins Gesamtbild passen wollten, doch in Staffel vier wirkt alles deutlich stimmiger.

Zum Glück spielen die Riesenheuschrecken in dieser Staffel praktisch keine Rolle mehr, was ich als sehr positiv empfinde. Die Macher der Serie scheinen begriffen zu haben, dass die Heuschrecken im Film eine ganz dumme Idee gewesen sind.

Was ich als negativ empfand, war der zu erwartende schwache Einstieg. Die Staffel beginnt träge und zieht sich gerade am Anfang spürbar in die Länge. Viel Neues gibt es von den Kiddies ohnehin nicht zu erzählen. Ihre Probleme bleiben belanglos und lösen bei mir höchstens ein müdes Gähnen aus. Zuerst gibt es Streit, dann Versöhnung, dann wieder Streit. Die Serie verfällt ständig in dasselbe Muster. Dadurch wird alles extrem vorhersehbar. Man weiß schon im Voraus, wie die Figuren reagieren, weil sich diese Abläufe dauernd wiederholen. Zusätzlich belügen sich die Charaktere immer wieder gegenseitig. Viele Konflikte wären sonst gar nicht entstanden, wenn die Figuren mal ehrlich miteinander wären.

Grundsätzlich sollte sich die Serie viel stärker auf die Dinosaurier konzentrieren. Die pubertären Probleme der Kiddies interessieren mich schlicht nicht.

Manche Dinosaurierarten waren recht unterrepräsentiert oder fehlten komplett. Zugegeben, es ist nicht so drastisch wie in Dominion, doch ich hatte insgesamt noch etwas mehr Vielfalt erwartet, zumal die Dinosaurier wirklich beeindruckend aussehen. In der vorherigen Staffel hatte ich noch die Animationen kritisiert, aber in dieser Staffel hat sich beim Design viel getan. Das Jurassic Franchise liefert nach wie vor die überzeugendsten Dinosaurier. Aber selbst in den Nahaufnahmen, sehen die Dinos wirklich sehr schön aus. Diese Modelle hätte man ohne Weiteres in einen der Kinofilme einsetzen können.

Es wirkt fast schon paradox, dass die Macher die Dinosaurier so detailliert und hochwertig darstellen können, während die menschlichen Figuren aussehen wie aus einer durchschnittlichen Animationsserie.

Der Auftritt der neuen Raptoren war stark inszeniert und hat mir ausgesprochen gut gefallen. Leider wird auf dieses neue Rudel nicht wirklich eingegangen. Die Trailer vermitteln den Eindruck, dass das Atrociraptor-Rudel eine dauerhafte Bedrohung darstellen würde. In der Serie bekommen sie zwar einen starken ersten Auftritt, verschwinden danach aber fast völlig aus dem Geschehen. Erst im Finale tauchen sie wieder auf, nur um in einem klischeehaften Dinokampf von Rexy und zwei plötzlich auftauchenden weiteren T-Rexen verdroschen zu werden.

Hier lag ein enormes Potenzial, das schlicht verschenkt wurde. Besonders schade, denn dieses Raptorenrudel hätte die Serie wirklich bereichern können. Aber genauso wie damals mit Blue, hatten die Macher die Raptoren schlicht vernachlässigt.

Der Giganotosaurus hatte dagegen einige starke Momente. Besonders sein erstes Aufeinandertreffen mit Rexy war beeindruckend, denn dort setzte er ihr spürbar zu. Natürlich wissen wir durch "Dominion", welches Schicksal ihn später erwartet, aber in der Serie wirkt er insgesamt aggressiver und präsenter.

Die späteren Szenen mit dem Therizinosaurus waren ein echtes Highlight. Auch hier hätte man noch mehr herausholen können, aber die Entscheidung, sich auf eine Horror Atmosphäre rund um den Theri zu konzentrieren, war genau richtig. Das ist genau die Art Spannung, die ich mir von diesem Franchise wünsche. In Dominion wurde das bereits gut umgesetzt, und hier knüpft die Serie daran an.

Jetzt komme ich zu ein paar Punkten, die mich wirklich gestört haben. In den letzten Folgen wird mit dem möglichen Tod eines Charakters gespielt, doch am Ende traut sich die Serie nicht, diesen Schritt tatsächlich zu gehen. Dazu kommt eine Szene, die stark an "Rebirth" erinnerte. Kenji opfert sich scheinbar für Ben, nur um kurz darauf wieder völlig unbeschadet aufzutauchen. Wie er der ganzen Horde von Dilophosauriern entkommen konnte, bleibt völlig ungeklärt.

In solchen Momenten zeigt die Serie eine deutliche Mutlosigkeit und wirkt inkonse- quent. Jetzt kann man natürlich mit dem Argument kommen, dass es sich ja um eine "Kinderserie" handelt. Ne, sie ist überhaupt keine Kinder-serie und schon gar nicht für 6 Jährige geeignet, auch wens draufsteht.

Die Serie war generell nicht wirklich geil, aber auch kein kompletter Totalausfall. Rückblickend hat mir die erste Staffel immer noch am besten gefallen. Vor allem wegen der gruseligen Attentäterin. Weniger Teenagerdrama und mehr Fokus auf die Dinosaurier hätten der Serie insgesamt gutgetan.

Trotz der Schwächen ist es aber tatsächlich so, dass diese Serie momentan das gesamte Jurassic Franchise trägt, besonders nach dem völligen Fiebertraum von "Jurassic World: Rebirth". Interessant ist auch, dass es in dieser Staffel keinerlei Hinweise auf "Rebirth" oder ein mögliches Aussterben der Dinosaurier gab.

Diese Staffel fand ich etwas schwächer, als alle anderen und gebe ihr eine 4,5.

Insgesamt gebe ich der Serie 5 Punkte. Dabei bleibt "Chaos Theory" ein durchwachsenes Erlebnis. Die Serie hat starke Momente, besonders wenn sie sich auf die Dinosaurier oder eine düstere Atmosphäre konzentriert, verliert aber immer wieder an Spannung, sobald die Kiddies und ihre vorhersehbaren Konflikte in den Mittelpunkt rücken.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie die nächste Serie aussehen wird. Und dass eine neue Serie kommt, halte ich für nahezu sicher.