Sturm's Territorium - Die etwas andere Dinosaurierseite

Reviews




Seriencover

Mosura tai Gojira

Originaltitel

Chaos Theory

Genre

Trickserie

Herstellungsland

USA

Erscheinungsjahr

2024 - 20XX

Regie

Aaron Hammersley

Scott Kreamer

Produzent

Zack Stentz

Staffelbewertung

Staffel 1 - 6/10

Staffel 2 - 5,5/10

Staffel 3 - 5,5/10

Staffel 4 - 4,5/10

Gesamtwertung: - 5/10

Film-Symbol



Liste

Inhalt: Sechs Jahre sind vergangen seit eine Gruppe von Jugendlichen auf Isla Nublar um ihr Überleben kämpfen musste. Der Park ist längst Geschichte und Dinosaurier sind auf der ganzen Welt verstreut. Jetzt finden die glorreichen Sechs des Camp Kreidezeit wieder zusammen, um eine weltweite Verschwörung zu entwirren die sowohl Dinosaurier als auch die Menschheit bedroht, und um endlich die Wahrheit darüber zu erfahren, was einem ihrer Mitglieder widerfahren ist.


Fazit: (Update: 13.09.2025): Die dritte Staffel von Chaos Theory war für mich ein ziemliches Auf und Ab. Eigentlich hatte die Serie in der ersten Staffel recht stark angefangen, aber mittlerweile merkt man deutlich, dass der Schwung etwas verloren gegangen ist. Gerade die erste Hälfte zieht sich wieder unnötig in die Länge. Vieles wirkt belanglos, und wenn dann über zehn Minuten lang erklärt wird, 'was' die Figuren tun werden und 'wie' sie es tun, wird es schlicht langweilig. Da hilft auch die Spannungskurve nicht mehr viel.

Ein Highlight war für mich tatsächlich das Wiedersehen mit Barry Sembène. Schon in "Jurassic World" mochte ich diesen Charakter sehr, und es war interessant, ihn nun in der Serie wiederzusehen. Allerdings fand ich seinen Wandel vom Tierpfleger zum französischen Geheimagenten bereits in Dominion nur schwer nachvollziehbar. Aber andererseits war Owen Grady bevor er Raptor Trainer wurde bei den Navy SEALs.

Ganz gelungen fand ich, wie der Dino-Schwarzmarkt auf Malta erweitert wurde. In Dominion war es nur ein Keller, aber hier wurde das Ganze zu einem ganzen Ruinensystem ausgebaut. Das hatte Flair und wirkte größer und gefährlicher. Einige Dinge, die Dominion damals übersprungen hat, werden in der Serie endlich erklärt. Tatsächlich haben wir es hier mit einem Zeitlinien-Crossover zu tun. Plötzlich treffen Handlungselemente aus Film und Serie zusammen, und man bekommt Szenen aus einer ganz anderen Perspektive gezeigt, die im Kino gefehlt haben. Das wertet Dominion tatsächlich auf. Gleichzeitig gibt es aber massive Inkonsistenzen, die man nicht übersehen kann. Da hilft es auch nichts, wenn man versucht, es sich schönzureden. Spätestens wenn Atrociraptoren (im Film) aus einem Flugzeug geworfen werden, um wenige Augenblicke später (in der Serie) quicklebendig und völlig entspannt herumzusitzen, sollte man vielleicht einfach aufhören, ernsthaft über die Kanonizität dieser Serie zu diskutieren. Aber wir sind mit dem Franchise mittlerweile eh dort angekommen, dass Fans unabhängig von den Machern für sich entscheiden, was für sie Kanon ist und was nicht. Fanfiction sei Dank!

Optisch fand ich die Staffel schwächer als die vorherigen. Die Animationen haben deutlich an Qualität eingebüßt. Auch inhaltlich gibt es einige Entscheidungen, die ich nur als „bequem“ bezeichnen würde. Zum Beispiel wurde der Flugzeugabsturz völlig dumm inszeniert. Sie stürzen über Italien ab und "rein zufällig" hat Ben dort eine Freundin, von der man vorher noch nie etwas gehört hatte. Oh, und wir befinden uns passenderweise in den Dolomiten und das Biosyn-Schutzgebiet befindet sich quasi direkt um die Ecke.

Dann haben wir noch diese schweigsame Auftragsmörderin, die am Ende nichts weiteres ist als eine weitere Handlangerin von Santos. In der 1. Staffel wirkt sie noch richtig gruselig, aber seit dem Auftauchen von Santos als eigentliche Antagonistin der Serie, hat dieser Charakter seine ganze Bedrohlichkeit komplett verloren und ist einfach nur noch da. Man erfährt auch absolut nichts über sie.

Dazu kommt außerdem, dass manche eingeführten Konflikte ins Leere laufen. Barry misstraut anfangs den Jugendlichen, aber später wird das komplett ignoriert und gar nicht wieder aufgegriffen. Viele Szenen zwischen den Charakteren haben sich so sehr gezogen, dass ich manche Parts schlicht übersprungen habe, weil mich deren Konflikte überhaupt nicht interessierten. Und Brooklyn kommt nach allem, was sie getan hat am Ende der Staffel viel zu einfach davon. Keine Konsequenzen. Einfach gar nichts.

Unterm Strich bleibt für mich eine durchwachsene Staffel. Manche Sachen waren wirklich gut, andere einfach nur schlecht. Die Serie ist stellenweise spannend, dann wieder träge und unfokussiert. Für mich ist Chaos Theory inzwischen eine Serie, die zwar noch Jurassic Park Momente hat, die begeistern können, sich aber in zu vielen Dingen verrent und nicht mehr an die Stärke des Anfangs anknüpfen kann. An dieser Stelle hätte die Serie durchaus beendet sein können, Santos wandert in den Knast und somit ist der Hauptantagonist aus der Serie geschrieben. Es sei denn, sie kommt in der 4. Staffel nochmal vor.